Folien sind nicht zum Lesen da.

POWERPOINT-FOLIEN HABEN PRIMÄR DIE AUFGABE, KERNAUSSAGEN DES PRÄSENTATORS VISUELL ZU UNTERSTÜTZEN.

Bilder, Grafiken und Videos können perfekt dafür genutzt werden. Warum gelten die meisten Präsentationen heute im deutschsprachigen Raum als langweilig und monoton?

Der Hauptgrund dafür ist die Verwendung nicht gehirngerechter Folien. Textüberladene Slides, die als Erinnerungsstütze für die Vortragenden dienen, sollten aus allen Präsentationsteilen eliminiert werden. Besonders Aufzählungspunkte (Bulletpoints) in Textform sind eines der größten Aufmerksamkeitskiller, die wir kennen. Eine Folie sollte daher nur wenig Fließtext enthalten, weil sonst aus der Folie ein Dokument wird. Die Ursache dafür liefert uns die menschliche Biologie. Da Zuhören und Lesen in den selben Hirnregionen verarbeitet wird, kommt es beim Lesen von textüberladenen Folien und dem zeitgleichen Zuhören des Präsentators zu einem inneren Konflikt der beteiligten Hirnregionen. Dies entspricht etwa dem Vorgang, wie wenn zwei Menschen gleichzeitig auf uns einreden würden.
Besser ist es, Schlagworte oder kurze Sätze mit bis zu 4 Wörtern einzusetzen, weil das menschliche Gehirn eine Textreihe mit 4 Einheiten nicht im klassischen Sinne liest, sondern eher in Bildform abgespeichert.
Und übrigens, Masterfolien sind kritisch, weil sie Aufmerksamkeit reduzieren.

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